Interessensgrupe Streitgarnstraße  Oberaich - Bruck an der Mur

die Gemeinderatswahl wurde verschoben - Bericht vom 11. März 2020

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ÖVP Wahlwerbungsfolder unter die Lupe genommen

Wie bereits angekündigt wollen wir uns auch mit den in letzter Zeit ins Haus kommenden Wahlwerbungsfolder beschäftigen.

Zu allererst wäre anzumerken, dass womöglich die SPÖ Bruck an der Mur keine Wahlwerbung betreibt, denn bis heute, Mittwoch dem 11. März 2020, wurde darauf verzichtet. Und dies 11 Tage vor der Wahl. Oder kann es auch möglich sein, dass der Stadtteil Oberaich für die SPÖ nicht interessant genug ist?

Wir müssen annehmen, dass Hr. Bgm. Peter Koch mit seinem Team allein auf die in Zeitungsberichten angekündigte Sympathie zählt, um Stimmen zu gewinnen bzw. halten zu können.

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Am Montag, dem 9. März 2020, war dann der Wahlwerbungsfolder der ÖVP im Briefkasten zu finden.

oevp wahlwerbung 2020

Hierin war doch manch Interessantes für Oberaich zu lesen

Es sei uns gestattet bei einigen Punkten des Wahlwerbungsfolders, Oberaich betreffend nachzuhaken.

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Bruck braucht intelligente Verkehrslösungen
…. in einer Stadt der kurzen Wege ist die sogenannte Westbrücke mittelfristig eine unabdingbare Notwendigkeit….
In erster Linie sollte zuerst in die derzeitige Infrastruktur Verkehr investiert werden, bevor man über eine sogenannte derartig unabdingbare Notwendigkeit einer Westbrücke nachdenkt. Wir vermissen Investitionen in die Sicherheit im Straßenverkehr, die mit einer 30er Zone bei weitem nicht erledigt sind. Fehlende Gehsteige, mangelhafte Ausleuchtung durch alte Straßenbeleuchtung und massenhaft Straßen in einem desolaten Zustand zu sanieren bzw. fertigzustellen, wären für die Bevölkerung in Oberaich eine vernünftige Investition!

Stets versucht man zu vermitteln:

Kinder sind unsere Zukunft! Und dann setzt man die Sicherheit unserer Kinder leichtfertig aufs Spiel, indem es bis heute keine Anzeichen gibt einen sicheren Schulweg, durch eine Fertigstellung des Gehsteiges ins Utschtal und in die Streitgarnstraße in Angriff zu nehmen! Auch der Bau der Entlastungsstraße würde sehr zur Sicherheit beitragen!

In der Stadt Bruck an der Mur mag die notwendige Infrastruktur ja noch vorhanden sein. Doch in den Randgebieten z.B. dem Stadtteil Oberaich ist dies bei weitem nicht mehr der Fall und die Infrastruktur Verkehr wird sich in Zukunft weiterhin verschlechtern, denn es ist mit großem Verkehrszuwachs zu rechnen, wenn die in diesem Folder angesprochenen Siedlungsräume, bebaut werden.

Hr. Bgm. Peter Koch und Fr, Vzbgm. Susanne Kaltenegger setzen hier
auf Wartehäuser und Ballfangzaun!!

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…. Die frühere Bahn-Haltestelle soll als S-Bahn-Station Oberaich wieder in Betrieb genommen werden, um diesen wachsenden Siedlungsraum direkt an das regionale S-Bahn-System anzubinden…..

Erste Frage:
Um welchen wachsenden Siedlungsraum in Oberaich soll es sich dabei handeln?
Im derzeit noch nicht genehmigten Flächenwidmungsplan-Entwurf 2019 ist nur die Baufläche nördlich der Panoramasiedlung, und zwar Mangels an der Infrastruktur Verkehr zurzeit noch befristet, als Siedlungsraum ausgewiesen. Wir bitten die ÖVP um Aufklärung wo sich der wachsende Siedlungsraum im Stadtteil Oberaich befindet, der von einer Anbindung an das regionale S-Bahn-System profitieren würde! Weiters wäre interessant ob auch die Aufschließungserfordernisse bezüglich Infrastruktur Verkehr in der Streitgarnstraße überdacht wurden? Die Voraussetzungen dafür haben sich nämlich mit Ende 2017 geändert.

bauflaechen bebaut01


Zweite Frage:

S-Bahn-Haltestelle
Die Wiederöffnung der Haltestelle Oberaich als S-Bahn-Station ist eher Illusion als Vision. Es müsste sich schon sehr viel seit der letzten Schließung der Haltestelle geändert haben. Dazu wiederum gilt es festzustellen, dass sich die Einwohnerzahl der direkt in Oberaich wohnenden Bürger im Wesentlichen kaum erhöht hat. Im Laufe der Jahre wurde diese Haltestelle mehrmals geöffnet und wieder geschlossen. Warum sollten jetzt mehr Menschen dieses Angebot nützen?
Zur Erinnerung: Die Haltestelle wurde auf Grund der Frequentierung geschlossen. Wir können uns nicht vorstellen, dass dieses Angebot derart stark angenommen werden wird, dass eine Wiederinbetriebnahme der Haltestelle Oberaich für die ÖBB interessant wäre.

Haltestelle Zug

Unklar ist auch wer für die Neuinstallierung der Haltestelle finanziell aufkommen wird. Da es weder Bahnsteige noch alte Wartehäuschen in dieser ehemaligen Haltestelle Oberaich gibt, ist zu befürchten, dass die Errichtung der Haltestelle unter den vorgenannten Erfordernissen für einen ordnungsgemäßen Betrieb einer Haltestelle finanziell auf keinen Fall zu bewerkstelligen ist. Bitte bleiben Sie am Boden, wenn Sie solche Träumereien verwirklichen wollen. Mit dem dafür notwendigen Kapital könnten so manche Straßen saniert werden. Aber auch der notwendige Bau der Entlastungsstraße wäre kein Problem mehr. 

Glauben Sie tatsächlich, dass sich die ÖBB darauf einlassen werden?
Träumen Sie ruhig weiter

Sollte sich diese Illusion widererwarten trotzdem erfüllen, stellen sich weitere Fragen. Wer wird bei Wiederinbetriebnahme diese Haltestelle stets reinigen und in Schuss halten? Der Bahnsteig muss im Winter geräumt und gestreut werden! Der Bahnsteig an dem die S-Bahn Richtung Bruck an der Mur fährt, kann mangels Zufahrtsmöglichkeit nicht maschinell geräumt und gestreut werden! Ebenso muss der Fußweg von der anderen Bahnsteigseite zur Überführung der Geleise und der Autobahn für die Pflege, Räumung und Streuung von Handarbeit erledigt werden. Auch die Zu- und Abgänge müssten neu gebaut werden. Wer die Kosten tragen wird, ist in diesem Folder nichts zu lesen! Ein barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen ist trotz großer Investitionen womöglich nicht zu realisieren - schon mal nachgedacht?

Haltestelle Oberaich

War schon für die Haltestelle Hönigsberg, welche sicher ihre Berechtigung hat, seinerzeit ein brisantes Thema auch im ORF, da die ÖBB diese Kosten nicht übernahmen.  Auch in der Haltestelle Oberaich werden womöglich die Kosten dafür, nicht alleine von den ÖBB getragen werden. Die Aufzeichnungen der damaligen Frequentierung der Haltestelle Oberaich können zurückverfolgt werden, und fallen garantiert nicht gerade positiv aus. Die Haltestelle wurde damals schon aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.

Warum sollten die ÖBB nun wieder darin investieren?

Hier wird womöglich die Stadtgemeinde Bruck an der Mur, unter Hr. Bgm. Peter Koch und Fr. Vzbgm. Susanne Kaltenegger, zur Kasse gebeten. Wir trauen uns schon heute behaupten, dass eine Wiedereröffnung einer Haltestelle Oberaich eine Fehlinvestition sein wird, und auch in Zukunft sehr viel Geld verschlingen wird.

Warum sollte jemand in Bruck zum Bahnhof gehen, wenn der Bus ins Utschtal auch vom Hauptplatz abfährt. Auch für die Hinfahrt nach Bruck wird eher der Bus genommen werden, um am Hauptplatz auszusteigen. Sogar zum Ärztezentrum ist man mit einer Busfahrt besser dran. Egal ob Hin- oder Heimweg, der Bus wird sicher nach wie vor, öfter benutzt werden. Auch der Rufbus erfreut sich steigender Beliebtheit. Also die Wiedereröffnung der Haltestelle Oberaich wird nicht, wie im Stadtentwicklungskonzept vorgesehen, helfen die Stadt wiederzubeleben.

Haltestelle geschlossen

WACHEN SIE AUF
bevor Sie diese Fehlinvestition tätigen und wiederum nur den Steuerzahler belasten.
Sollten hier externe Berater wieder tätig geworden sein - bitte vergessen Sie diese.
Straßen, Gehsteige und Sicherheit sind wichtiger!

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Effizient verwalten, gut gestalten
Wir sparen im System und in Bereichen, die nicht zu den Kernaufgaben der Gemeinde zählen. So können wir die Zukunftsentwicklung und die Erhaltung der Infrastruktur finanzieren....
Diese Aussage hat es extrem in sich. Was die Kernbereiche sind, wissen die Bürger genauso wenig wie in welchen Bereichen nun gespart werden soll! Für die Zukunftsentwicklung sehen die Bürger des Stadtteils Oberaich eher schwarz, denn in Oberaich wurde in die Erhaltung der Infrastruktur bis Mittwoch, dem 11. März 2020 seit beinahe fünf Jahren kein einziger Cent investiert.
Im Gegenteil - womöglich wurde sehr viel mehr Geld auf Kosten des Steuerzahlers in dieser  Legislaturperiode in Oberaich verschwendet. Auch darüber berichteten wir bereits. Wir glauben nicht mehr daran, dass sich das in Zukunft ändern wird,

wenn sich das besondere Augenmerk der Stadtpolitik Bruck an der Mur in Oberaich auf
Buswartehäuser und einem Ballfangzaun konzentriert.

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... Wie schon in den letzten Jahren müssen auch künftig ausreichend Mittel für die Sanierung der Straßen, Gehwegen und Brücken aufgebracht werden…..

Dieser Satz ist besonders für Oberaich als Verhöhnung und lächerlich anzusehen. Wir wären sehr neugierig wo in Oberaich in den letzten fünf Jahren Mitteln aufgebracht wurden, um Straßen und Gehsteige zu sanieren bzw. fertig zu bauen, und damit auch für die Sicherheit unserer Kinder zu sorgen.

Buswartehäuser und Ballfangzaun sind das besondere Augenmerk von
Hr. Bgm. Peter Koch und von Fr, Vzbgm. Susanne Kaltenegger.


Die beiden zusätzlich, speziellen Schutzwegbeleuchtungen, die für einen Schutzweg vorgesehen waren, hat man noch nicht entfernt. Aber man entfernte den Schutzweg, um sich womöglich Kosten für die Exekutive im Nahbereich der Schule zu ersparen.  Dabei ist zu beobachten, dass auch nach 12 Uhr zahlreiche Schulkinder die Straße auf dem Heimweg überqueren müssen. Und dies ohne anwesenden Lotsen, wie am 11. März 2020 um 12:45 Uhr beobachtet werden konnte. Hier wäre wieder, um es mit den Worten der ÖVP zu sagen, ein Schutzweg als unabdingbare Notwendigkeit anzubringen. Die Voraussetzungen sind vorhanden und die dazu nötige Farbe, sowie die beiden dazu notwendigen Hinweistafeln können wirklich nicht so teuer sein! Auch eine Laterne bei der ehemaligen Entlastungstraße wurde ohne Ersatz entfernt, und sorgt seither für Unsicherheit der Fußgänger in diesem Bereich. Diese hätte aber einfach zwei Meter weiter entfernt wieder installiert werden können.

Soviel zu Investitionen von ÖVP und SPÖ in Oberaich!
Aber auf Wartehäuser und Ballfangzaun wird besonderes Augenmerk gelegt.

ohne zebrastreifen Bericht
zebrastreifen Bericht

 

Der Schlusssatz im Folder lässt uns in Oberaich nachdenklich stimmen.

… wir sind nur der Bevölkerung verpflichtet… 

Diesen Eindruck konnten wir in den letzten fünf Jahren in Oberaich leider nicht gewinnen.
Es hat sich eher daraus ergeben:

… wir sind nur der SPÖ verpflichtet… 

Am Freitag, dem 13. März 2020 flatterte ein weiterer Wahlwerbungsfolder ins Haus. Wir haben uns angesichts dieser Tatsache entschlossen, doch noch zu den Foldern von FPÖ und KPÖ unsere Meinung zu veröffentlichen.

Kurz vor der Wahl werden wir dann die derzeitigen Folder wieder in Erinnerung bringen, und mit eventuellen neuen Foldern vergleichen!


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